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Grub bootable auf USB-Stick
Thursday, November 22nd, 2007 at 11:35 by protokollfuehrerIch habe mir vor ein paar Tagen meinen Grub-Bootmanager zerschossen. Das geschah durch ein Update von “Rescue & Recovery”, einem Lenovo-Hilfstool. Offenbar bringt R&R einen eigenen Bootloader mit oder was auch immer. Auf jeden Fall zerschießt ein Update mal eben das System und nach dem Boot kommt nicht mehr der GRUB-Auswahlschirm, sondern eine Konsolenzeile in schwarz mit dem kurzen prägnanten Wort ‘GRUB’. Mehr kann passiert nicht. Keine Möglichkeit, irgendetwas einzugeben, noch irgendetwas anderes. Aber was soll man machen? Man will ja an sein System. Die übliche Googelei brachte mich zu der Erkenntnis, dass ich nicht der einzige mit durch R&R-Update zerschossenem System bin. Aber die anderen hatten einfach Linux neu installiert. Möglicherweise geht das auch, aber da auf meinem Rechner einige sehr wertvolle Daten lagen und ich zusätzlich kein CD-Rom-Laufwerk zur Hand hatte, mußte eine andere Lösung her: Das bestehende Linux auf der Platte mit einem Bootmanager auf dem USB-Stick booten und den Grub neu installieren.
Übersicht:
- USB-Stick mit Grub bespielen
- von USB booten
- die richtigen Partitionen auf der HD finden
- Grub neu installieren
Alle Beispiele beziehen sich auf meine Konfiguration: Lenovo ThinkPad T61p, Ubuntu 7.10 auf dritter Partition.
1. USB-Stick mit Grub versehen
Die Erstellung erfolgt unter Linux (z.B. von CD gestartet) folgendermaßen:
-
USB-Stick löschen: cat /dev/zero > /dev/sda
(Achtung! Natürlich kann man sich hier einiges kaputt machen. Es muss absolut sicher sein, dass man dass richtige Device /dev/xxx eingetragen hat. Der Vorgang kann einige Minuten in Anspruch nehmen.)
-
Dann mit fdisk eine neue Partitionstabelle erstellen:
fdisk /dev/sda -> o (create a new empty DOS partition table) -> n (add a new partition) -> FS-Type 83 (ext2) -> w (write to table and exit).
Genauer:
Command (m for help): n
Command action
e extended
p primary partition (1-4)
p
Partition number (1-4): 1
First cylinder (1-1009, default 1):
Command (m for help): a
Partition number (1-4): 1
Command (m for help): w
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Rechner neu starten, damit das Linux den Stick mit der neuen Partition erkennt
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Dateisystem in die neue Partition schreiben: mkfs.ext2 /dev/sda1
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mounten:
mkdir /media/stick
mount /dev/sda /media/stick - grub kopieren:
linux:/media # mkdir -p /media/stick/boot/grub linux:/media # cp /boot/grub/*stage* /media/stick/boot/grub linux:/media # echo '(hd0) /dev/sda' > /media/stick/boot/grub/device.map linux:/media # grub-install --root-directory=/media/stick /dev/sda linux:/media # umount /media/stick/
-
mapping schreiben:
linux:/media # echo '(hd0) /dev/sda' > /media/stick/boot/grub/device.map
Das braucht der Grub um zu denken, der USB-Stick sei hd0,0. Warum auch immer.
So weit, so gut. All das ist nachzulesen unter [1].
2. Von USB booten
- das BIOS auf usbboot stellen – hoffentlich vorhanden?!
- den Rechner von USB booten. Es sollte die Grub-Console erscheinen
3. Richtige Partition finden
in der grub console folgendes eingeben:
-
root (hd1,2)
(hd0,0) ist der verdammte usbstick, bei mir war also auf Platte 2 in der dritten Partition das installierte Linux. Es sollte erkannt werden, dass es sich um eine ext2-Partition handelt
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kernel /vmlinuz root=/dev/sda3
Die Information, was man als root= einträgt, kann man der Datei fstab entnehmen: cat /etc/fstab, bei SATA ist das /dev/sdaX
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initrd /initrd.img
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boot
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und die Kiste sollte starten!!! Jippie!
4. Grub neu installieren
Die Installation ist unter [2] beschrieben.
Informative Links, die geholfen haben:
Lost Windows32 Administrator Password
Wednesday, November 29th, 2006 at 19:52 by leopoldHaha, immer das Gleiche mit den Freaks. Manche Leute haben aus Veranlagung keinen Speicher für Ihre Passwörter. Ist aber nicht schlimm wenn man physikalischen Zugriff auf die betroffenen Maschine hat. Es gibt ja den Offline NT Password & Registry Editor. Ist Linux und führt in 5 simplen Schritten zum Ziel: dem neuen Passwort.
Einzige Hürde stellte in Schritt 1 das Laden des SCSI-Gerätetreibers dar, genauer die Unfähigkeit eine Bildschirmausgabe zu lesen. Wenn man im ersten Schritt aufgefordert wird einen Gerätetreiber für das Speichersystem auszuwählen, ist man geneigt die Eingabe m für “manuelle Treiberauswahl” zu tätigen und dann aus der erscheinenden Liste der Kernel-Module das entsprechende zu wählen (hier AIC7XXX). Klar, schliesslich kennt man ja sein System. Interessanterweise konnte dieses Modul jedoch nicht geladen werden. Nach einigen erfolglosen Versuchen fiel auf, daß man in Schritt 1 anstelle von m auch d für “auto detection” eingeben kann. Und siehe da, Platte erkannt. Noch 4 mal Enter gedrückt und dann konnte das Passwort gesetzt werden.
